Rücksicht auf die Natur

Das regelmäßige Zurückschneiden von Bäumen, Sträuchern und Hecken ist notwendig, um ihren gesunden Habitus zu erhalten und den übermäßigen Zuwachs an Wegen und Gebäuden zu verhindern. Außerdem ist es möglicherweise notwendig für Umgestaltungen bzw. Umbaumaßnahmen, Gehölzflächen und Bäume zu roden. Dies gilt auch für Maßnahmen, die erst im weiteren Jahresverlauf erfolgen. Für wildlebende Tiere, insbesondere Vögel, stellen alte Hecken, Bäume sowie die Gehölze in Gärten und Parks einen wichtigen Lebensraum dar. Vögel erfreuen uns nicht nur mit ihrem farbenfrohen Gefieder und ihrem Gesang, sondern sind ein wichtiger Teil unseres Ökosystems, von dem u.a. auch der Insektenbestand abhängt. Um die heimischen Singvögel zu schützen, ist der Rückschnitt in ihrer Paarungs-, Brut- und Aufzuchtzeit durch das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG.) reglementiert:

Es bleibt Raum für beide Seiten

Schnell wird deutlich, dass im Einklang mit der Natur und dem Gesetz genug Raum für den Baumschnitt, die Baumfällung und Gehölzrodung bzw. -verjüngung bleibt. Einem sanften Baumschnitt, Heckenschnitt oder Erziehungsschnitt an Gehölzen, der neue Triebe fördert und die Pflanze schonend in Form hält, steht jedoch nichts im Wege. Vor der Arbeit wird der Baum oder Strauch vorsichtig auf etwaige Vogelnester überprüft, um brütende Vögel und ihre Jungen nicht zu stören. Wer einen intensiven Rückschnitt vornehmen möchte, sollte damit also nicht allzu lange warten. Lassen Sie den Schnitt von einem Fachmann vornehmen, ist Zeit gespart und Sie sind auf der sicheren Seite. Sprechen Sie uns gerne an!

"Schneiden auf Astring",

 

wie der Gärtner sagt, bedeutet, weder zu tief und damit den Astring wegzuschneiden, noch einen Haken stehen zu lassen, ganz gleich, ob ein starker Ast am Stamm weggesägt oder kleinere Zweige geschnitten werden sollen.

Schneiden Sie immer auf Astring und lassen Sie die kleine Wulst am Stamm oder Ast stehen.

Schneiden Sie immer auf Astring und lassen Sie die kleine Wulst am Stamm oder Ast stehen.

Bei dem Astring handelt es sich um eine leichte Wulst, die sich am Ansatz sowohl junger als auch alter Triebe befindet. Sie sollte niemals weggeschnitten werden. Schneidet man zu flach und damit den Astring weg, so kann der Baum die Wunde nicht mehr mit dem Kallus des Astrings überwallen. Die Stelle trocknet ein und reißt oder bricht unter Umständen sogar später.

Zapfen oder "Kleiderhaken"

Ebenso ist das Stehenlassen von längeren Aststücken nicht vorteilhaft (sogenannte Zapfen oder "Kleiderhaken"). Schneidet man zu lang und belässt solche Stumpen am Baum, ist das fast ebenso schädlich, wie das Wegschneiden des Astrings. Die Kleiderhaken trocknen ein und können von Astring und Rinde nicht überwachsen werden, was zu schweren Schäden am Baum führen kann. Je dicker sie sind, desto länger dauert es, bis sie abfallen und umso schädlicher ist die Wirkung. In dieser Zeit wird der Baum versuchen, die Stelle zu überwallen, was aber aufgrund der Länge des Zapfens oft nicht geht.

Die Zapfen ziehen nicht nur Pilzkrankheiten an, sondern bilden später Löcher, wenn sie nach Jahren abgefault oder durch Trocknung herausgefallen sind, die je nach Stärke des Zapfens mehr oder weniger tief in den Stamm hineinreichen können. An älteren Bäumen kann man das oft beobachten, nachdem ein abgestorbener Ast ein kreisrundes Loch verursacht hat, in das Wasser oder Tieren eindringen können. Die Vögel freuen sich dann darüber und die Natur hat das sicher so vorgesehen, aber diese Löcher s, wenn sie denn groß genug sind, schaden dem Baum. Das Loch kann bis weit in den Stamm hineinfaulen und den ganzen Baum irgendwann umfallen lassen

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Sommer Grün - Gärtnermeister Christian Schulz, Wertherstraße 45 33790 Halle (Westfalen)

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