Gehölzschnitt im Winter

Aktualisiert: 30. Jan.

Der richtige Schnitt gibt Gehölzen Saft und Kraft

Wann ist der beste Zeitpunkt?

Der beste Zeitpunkt für einen Winterschnitt ist grundsätzlich dann, wenn kein Frost herrscht. Nicht jeder Tag im Winter eignet sich für einen intensiven Beschnitt. Schneiden Sie bei Frost, können Äste schnell und ungewollt abbrechen. Besonders im Winter hat der Baum dann, da er sich in seiner Ruhephase befindet, Mühe, diese Wunden zu schließen.


Auch sollten die Schnittarbeiten nicht bei starken Regen erfolgen, da durch die erhöhte Feuchtigkeit das Wachstum von Pilzen gefördert wird.


Zu Beginn des Frühlings fangen Bäume an zu sprießen, weshalb die Winterschnittarbeiten etwa gegen Ende März abgeschlossen sein sollten. Tendenziell lässt sich sagen, dass ein früher Winterschnitt zwischen November und Januar zu stärkeren Reaktionen des Baumes führt und spätere Schnittzeitpunkte hingegen geringere Auswirkungen auf die Knospung haben.

Ein Winterschnitt hat außerdem den großen Vorteil, das man zum Beispiel bei Obstbäumen den Kronenaufbau besser beurteilen kann als im belaubten Zustand. Man sieht also schneller, welche Äste und Zweige entfernt werden müssen.



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Gehölzschnitt noch im Februar erledigen!


Hecken und Gehölzpflanzungen sind lebende Wände, die neben der Abgrenzung auch der räumlichen Gestaltung des Gartens und der Kleingartenanlage dienen. Im Garten- und Landschaftsbau sind geschnittene Hecken ein traditionelles und sehr altes Ge­stal­tungs­ele­ment. Hecken haben aber nicht nur dekorativen Wert, sie sorgen außerdem für ein günstiges Kleinklima, spenden Schatten und sind Refugium für vielerlei Getier im Kleingarten.


Hecken können rein gärtnerisch eigentlich zu jedem beliebigen Zeitpunkt geschnitten werden ohne Schaden anzurichten. Nur Frühlingsblüher wie Forsythie, Mahonie und Scheinquitte werden direkt nach der Blüte geschnitten. Als Faustregel gilt: Früh­jahrs­schnitt bis Mitte März und/oder Sommerschnitt Ende Juli.


Die Temperaturen im Winter sollten nicht unter minus 5 Grad Celsius liegen.


Zu beachten ist jedoch, dass Zeitpunkt und Umfang von Schnittmaßnahmen nicht im bloßen persönlichen Ermessen der Gartenbesitzer liegen, sondern im Bundesnaturschutzgesetz und daraus folgend den Landschafts- bzw. Na­tur­schutz­ge­setz- gebungen der Länder geregelt sind.


In der Zeit vom 1. März bis zum 30. September ist es untersagt, Hecken, Wallhecken, Gebüsche sowie Röhricht- und Schilfbestände zu roden, zurückzuschneiden oder zu zerstören. Nun muss deshalb niemand gesetzlich verordneten Wildwuchs bei Formhecken befürchten. Erlaubt sind in dieser Zeit schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen.


Aber auch hierbei gilt: Vor dem Schnitt sollten die Gehölze vorsichtig nach Brutvögeln durchsucht und eventuell auf motorisiertes Werkzeug verzichtet werden.


Alle umfangreicheren Arbeiten, die nicht bis zum Oktober aufgeschoben werden können, müssen daher noch im Februar durchgeführt werden. Diese Regelung schließt auch private Grundstücke ein. Sie dient dem Schutz von Wildtieren und insbesondere von Vogelbruten, gilt aber grundsätzlich, das heißt unabhängig davon, ob Tiere beobachtet wurden oder nicht.


Auch außerhalb der Frist verbietet das Bundesnaturschutzgesetz, ohne vernünftigen Grund Lebensstätten wildlebender Tierarten zu beeinträchtigen oder zu zerstören. Das kann zum Beispiel auch unbeabsichtigt beim Entfernen von Fassadenbegrünungen geschehen. Erlaubt sind Maßnahmen, die aufgrund ausdrücklicher behördlicher Zulassung vorgenommen werden und nicht aufgeschoben werden können. Hierzu gehört zum Beispiel die Beseitigung von Gehölzen zur Durchführung einer genehmigten Baumaßnahme.






Der richtige Schnitt gibt Gehölzen Saft und Kraft

Ein Gehölzschnitt kann wahre Wunder bewirken: Jungen Bäumen bereitet er die Grundlage für ein langes und kraftvolles Leben, auf alte Bäume wirkt er fast wie ein Jungbrunnen. Generell hilft ein Schnitt, Gehölze gesund und kräftig zu halten.


Der Aufbauschnitt: Grundlage für kräftigen Wuchs


Jeder Garten stellt andere Ansprüche an die Gehölze, die in ihm wachsen. Ein kleiner Garten ist mit einem riesigen Baum oder Strauch schnell nicht mehr nutzbar, ein großer Garten verträgt ausladende Bäume und Hecken. Dabei sind bei den unterschiedlichen Gehölzen jeweils andere Schnitte durchzuführen oder eben zu unterlassen.


Obstbäume beispielsweise sollten grundsätzlich licht geschnitten sein, denn Licht und Luft müssen jede Stelle des Baumes erreichen. Das lässt Feuchtigkeit schnell abtrocknen. Auch die Früchte brauchen Licht, um später gut zu reifen. Zudem sorgt ein guter Aufbau dafür, dass der Baum die Früchte gut tragen kann und nicht unter der Last bricht. Bruchstellen sind auch Eintrittspforten für Pilze, Bakterien und Viren und sollten deshalb verhindert werden. Der Erziehungs- oder Aufbauschnitt ist eine wichtige Grundlage dafür. Er wird etwa im zweiten Jahr nach der Pflanzung durchgeführt. Hier kann auch schon, neben der Wahl der Sorte, auf die Wuchsform und Größe Einfluss genommen werden.


Erhaltungsschnitt: Den Zustand bewahren

Um bei Obstgehölzen die gleichmäßige Krone zu erhalten, ist es gut, regelmäßig einen sogenannten Erhaltungsschnitt durchzuführen. Dabei werden zu dicht stehende Äste oder solche, die sich kreuzen, herausgeschnitten. Auch im Laufe des Jahres gewachsene Äste, die einen kleineren Winkel als 45 Grad haben, sollten hier entfernt werden. Traditionell schneidet man Obstgehölze im Herbst oder Frühjahr, wenn es frostfrei ist. Kirschen beschneidet man nach der Ernte. Bei Ziergehölzen verhält es sich hingegen etwas anders. Gehölze, die im Frühjahr blühen, sollten direkt nach der Blüte geschnitten werden, denn die Knospen bilden sich danach wieder neu für das darauf folgende Jahr aus, wie die gemeine Hasel, die Kornelkirsche oder die Schlehe. Im Sommer oder Herbst blühende Gehölze hingegen bilden die Knospen bereits im Frühjahr desselben Jahres heraus wie der Gemeine Faulbaum oder der Blutrote Hartriegel. Der Schnitt sollte daher im Sommer oder Herbst nach der Blüte und somit vor der Wachstumsphase erfolgen, wenn es frostfrei ist. Auch die Vorgaben des Bundesnaturschutzgesetzes sollten eingehalten werden: Von Anfang März bis Ende September dürfen lediglich schonende Pflegeschnitte vorgenommen werden, um Vögel und andere Tiere nicht beim Brutgeschäft zu stören.


Verjüngungsschnitt: Anti-Aging für Gehölze

Auch Bäumen und Sträuchern macht das Alter zu schaffen. Der Ertrag nimmt ab und hin und wieder gibt es einen toten Ast oder ein Loch im Stamm zu beklagen, Sträucher werden kahl und sehen unansehnlich aus. Bei Obstgehölzen wandern die Blüten und Früchte immer weiter nach oben und es ist schwierig, sie zu erreichen. Auch haben es die Äste langsam schwer, die Last der Früchte zu tragen. Blattkrankheiten nehmen zu und der Baum ist allgemein anfälliger. Jetzt kann ein Verjüngungsschnitt helfen. Dabei wird das Holz sehr weit zurückgeschnitten, bei Sträuchern oft bis auf den Stock, also sehr nah an der Austriebstelle am Boden. Obstbäume hingegen werden im Kronenbereich radikal zurückgeschnitten. Luft und Licht sollen so in das Innere der Krone gelangen. Aber Achtung: Nicht alle Gehölze vertragen einen radikalen Rückschritt. Gehölze wie die Zaubernuss, Seidelbast und Nadelbäume treiben nach einem so radikalen Rückschnitt in der Regel nicht wieder aus. Generell muss der Schnitt an das jeweilige Gehölz angepasst werden, denn jedes Gehölz reagiert unterschiedlich auf Schnitt, weniger ist also manchmal mehr. Die natürliche Wuchsform sollte dabei erhalten bleiben.


Wir von der Firma Sommer Grün, sind die richtigen Ansprechpartner für den fachlichen Pflege- und Gehölzschnitt im Garten.



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